Pressemitteilung bezüglich der Vertragskündigung vieler Wasserhäuschen-BetreiberInnen

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In den Vergangenen Tagen nahm das Thema der Vertragskündigung bei einer Vielzahl von BetreiberInnen mehr Fahrt auf. Die Berichterstattung dazu läuft auf Hochtouren. Um Anfragen an uns zu bündeln findet ihr im Folgenden unser Statement und unsere Einschätzung zu dem Thema, sowie unsere klaren Forderungen hinsichtlich der neuen Verträge.

In der Tat wurde, nach langem Hin und Her, vielen BetreiberInnen in Frankfurt die aktuellen Verträge, bei denen die Radeberger Gruppe als Zwischenpächter zwischen Stadt und BetreiberInnen agierte, gekündigt. Als Frankfurter Verein zum Erhalt der Trinkhallenkultur waren wir an diversen Diskussionsrunden disbezüglich in der Vergangenheit beteiligt. Als das Thema bereits vor zwei Jahren aufkam, hatten wir im Dialog mit unterschiedlichen BetreiberInnen Vor- und Nachteile beleuchtet und Bedenken gegenüber neu aufgesetzten Pachtverhältnissen, z.B. direkt mit der Stadt Frankfurt, gesammelt und an die Verantwortlichen herangetragen. An den tatsächlichen Entscheidungsrunden zwischen der Stadt Frankfurt und der Radeberger Gruppe waren wir nicht beteiligt. Vielmehr haben wir, zu unterschiedlichen Zeitpunkten, Impulse im Sinne der BetreiberInnen gesetzt.

Dass das gesamte Pachtverhältnis – Stadt, Radeberger, Betreiber – als schwierig anzusehen ist, war bereits in der Vergangenheit kein Geheimnis. Ursprung der gesamten Diskussion war, wie bekannt sein sollte, seiner Zeit die Neubewertung der Liegenschaften seitens der Stadt Frankfurt, die, aufgrund der Bestehenszeit der laufenden Verträge, teilweise zu einer heftigen Steigerung der Pacht führte. Diese Steigerung wurde direkt und ohne Abzüge an die Betreiber weitergegeben. Zur Frage, ob die Radeberger Gruppe auf die eigentliche Steigerung weitere Kosten aufgeschlagen hat, können wir uns leider aufgrund fehlender Informationen nicht äußern.

So weit, so gut – oder auch nicht. Wir stehen weiterhin zu unserer Aussage von damals, die wir auch in den entsprechenden Gesprächen kundgetan haben: Selbstverständlich ist die direkte Weitergabe der Kostensteigerung durch die Radeberger Gruppe, rein rechtlich gesehen, einwandfrei. Hier wird aber ganz klar an dem eigentlichen Ziel, das auch die Radeberger Gruppe verfolgen sollte, vorbeigeschossen. Denn: Für die Radeberger Gruppe sind die Frankfurter Wasserhäuschen günstige „Points of Sales“. Orte also, die wenige Kosten verursachen, aber das zentrale Produktionsgut des Unternehmens unter das Volk bringen. Davon, aber auch von der Tatsache, dass es effektive Werbeträger für die Brauerei sind, profitiert das Unternehmen unserer Ansicht nach immens. Darüber hinaus nutzt die Binding Brauerei bereits seit einigen Jahren das Thema Wasserhäuschen wieder verstärkt zu Werbezwecken. Bisher profitierten davon beide Seiten.

Die Kostensteigerungen sind für so ziemlich alle BetreiberInnen nicht zu tragen und führen mit ziemlicher Sicherheit sehr bald zu diversen Geschäftsaufgaben. Es hätte also eigentlich im Sinne der Radeberger Gruppe sein sollen, die Kostensteigerung deutlich abzufedern und somit den Betreibern weiterhin eine Grundlage für ihr Wasserhäuschen bereitzustellen.

Das ist aber nur eine Sicht auf die Dinge. So unglücklich sich die Radeberger Gruppe hinsichtlich der Weitergabe der Pachterhöhung angestellt hat, so hat sich die Stadt in ihrem ursprünglichen Tun, nämlich die Liegenschaften neu zu bewerten, mindestens genau so misslich angestellt. Die Fragen, was die Stadt damit eigentlich erreichen wollte, und ob das durch Stadtdezernent Jan Schneider geführte Dezernat hier überhaupt annähernd weit genug gedacht hat, welche Folgen das für die BetreiberInnen haben könnte, muss berechtigt sein. 2017 haben wir mit Unterstützung der Stadt Frankfurt den Wasserhäuschentag durchgeführt. Dabei wurde von allen offiziellen Stellen stets die Wichtigkeit dieser sozialen Treffpunkte betont. Es stand und steht weiterhin sogar zur Debatte, die Wasserhäuschen als Frankfurter Kulturgut unter einen besonderen Schutz zu stellen. Der Plan, Preissteigerungen von teilweise an die 100% durchzudrücken, widerspricht in jeglicher Hinsicht den Bekenntnissen aus dem Jahr 2017.

Wir als Verein Linie 11 zeigen deshalb mit beiden Zeigefingern auf beide beteiligten Parteien: Die Radeberger Gruppe hätte entweder die Steigerung deutlich abfedern müssen – auch im eigenen Interesse – oder die Stadt Frankfurt hätte sich im Vorfeld mehr Gedanken zu den Auswirkungen machen sollen. Dann wäre wohl schnell herausgekommen, dass die Neubewertung vielleicht nicht die klügste Entscheidung zur Schaffung einer jungen, Lebenswerten Stadt ist.

Nun sind wir an einem Punkt, an dem die Reißleine gezogen und in letzter Konsequenz der Zwischenpächter aus der Konstellation „entfernt“ wurde, sodass sogar ein Abfedern der Steigerung gar nicht mehr möglich ist. Im Gespräch mit der Stadt Frankfurt wurde uns versichert, dass alle Betreiber einen neuen Vertrag bekommen. Die Frage ist nur: Zu welchen Konditionen? Die bisherige Konstellation mit der Radeberger Gruppe als Zwischenpächter hatte nämlich nicht nur Vorteile. Z.B. sind BetreiberInnen in diesem Verhältnis an die Produkte der Radeberger Gruppe gebunden. Das bedeutet, dass sie das Sortiment, das sie vielleicht gerne anbieten würden, gar nicht verkaufen dürfen. Darüber hinaus existieren auch Mindestabnahmemengen. BetreiberInnen gehen einen Vertrag ein, der festschreibt, welche Mindestmenge an Getränken, in der Regel Bier, in einem bestimmten Zeitraum verkauft werden muss. Durch ein direktes Verhältnis mit der Stadt Frankfurt würden beispielsweise solche Bindungen entfallen.

Die Frage ist also nun: Bleibt unterm Strich eventuell alles gleich, oder wird es besser oder schlechter? Eine Antwort darauf ist momentan schwer zu geben, denn dafür stehen noch zu viele Unbekannte im Raum.

Wir fordern deshalb die Verantwortlichen bei der Stadt Frankfurt nochmals eindringlich dazu auf, folgendes zu gewährleisten:

  • Keine Steigerung der monatlichen Pacht – oder – entsprechende Entlastung an anderer Stelle, z.B. durch Kostenübernahme der Toilettenpflege. Unterm Strich dürfen die BetreiberInnen mit dem neuen Vertrag nicht weniger in der Tasche haben
  • Durchführen einer Einzelfallbetrachtung und Begutachtung vor Ort. Mit dem Eimer eine Erhöhung auf Basis eines Stadtplans pauschal über alle Betreiber zu kippen ist nicht tragbar
  • Direkter Dialog mit jeder einzelnen BetreiberIn um die Folgen einer Vertragsänderung konkret und im Detail zu analysieren

Es darf nicht vergessen werden, dass, gerade innerhalb der letzten Monate einer weltweiten Pandemie, gezeigt wurde, wie wichtig Wasserhäuschen für die allgemeine Versorgung und das Wohlbefinden sind.

Abschließend richten wir nochmals einen deutlichen Apell an die Verantwortlichen und EntscheiderInnen: Ihr möchtet, dass Frankfurt jung, bunt und lebenswert ist? Dann entzieht durch solche kurzsichtigen Entscheidungen nicht denen die Existenzgrundlage, die dafür jeden Tag mit Herzblut, Liebe und einem schier endlosen Maß an Energie dafür arbeiten.

Liebe Grüße

Euere Linie 11

Offizielles Statement: Falsche Beschwerden in unserem Namen

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… dass wir so etwas überhaupt schreiben müssen. Aber: Here we go:

In letzter Zeit wird seitens offizieller Vertreter bestimmter Unternehmen künstlicher und unnötiger Druck auf BetreiberInnen von Frankfurter Wasserhäuschen, Trinkhallen oder Kiosken aufgebaut. Dieser Druck fußt in erster Linie auf angeblichen Beschwerden in unserem Namen bzw. „direkt von uns“. Besorgte oder enttäuschte BetreiberInnen sind an uns herangetreten und baten um Klarheit. Aus diesem Grund nehmen wir im Folgenden zu den Vorwürfen Stellung und sehen uns gezwungen, erneut auf die Prämissen unseres Handelns hinzuweisen.

Was ist passiert?

Konkret handelt es sich um angebliche Beschwerden unsererseits, die sich laut den Aussagen, die wir eingefangen haben, konkret gegen einzelne Betreiber richten. Angeblich würden wir uns über Umnutzungen, Geschäftsmodelle, Verkaufsstrategien oder Zielgruppen empören und konkrete Schritte in Form von offiziellen Beschwerden, z.B. an die Radeberger Gruppe, einleiten. Dabei werden sowohl konkret der Name Linie 11 als auch einzelne persönliche Vornamen genannt.

Was haben wir dazu zu sagen?

Zunächst einmal: Völliger Blödsinn. Seit 2010 kämpfen wir für den Erhalt der Frankfurter Trinkhallenkultur. Drei der definierten Kernziele dabei sind

  • Erhalt der Bauten
  • Erhalt der Kultur rund um das Thema Wasserhäuschen
  • Förderung von Innovativen Konzepten und Vermittlung

Unter anderem auf diesen drei Zielen fußt unsere gesamte Arbeit. Alles was wir tun bringen wir mit diesen Zielen in Einklang und prüfen fortlaufend, ob wir damit noch auf dem richtigen Weg sind.

Hinsichtlich der beschriebenen Vorwürfe weisen wir konkret auf das dritte der genannten Ziele hin: Wir unterstützen und fördern innovative Konzepte und vermitteln unter anderem auch einer neuen, jungen Generation das Thema „Kulturgut Wasserhäuschen“. Dabei weisen wir stets darauf hin, dass sich auch neue Betreiber der geschichtlichen Bedeutung des Themas bewusst sind. Gleichzeitig muss natürlich gewährleistet werden, dass ein Großteil der Tradition „so bleibt wie er ist“. Stichwort: Gentrifizierung am Wasserhäuschen. Das zahlt im Endeffekt auf alle unsere weiteren definierten Ziele ein und wir halten dieses Vorgehen rückblickend für sehr erfolgreich und sinnvoll. Mit Extremen kommt man auf keiner Seite weiter – sie führen lediglich zu verhärteten Fronten und zu immer weniger Akzeptanz. Auf allen beteiligten Seiten.

Unsere Arbeit tun wir gewissenhaft, neutral und sachlich. Gibt es Konflikte, hören wir uns immer alle beteiligten Seiten an und versuchen zu vermitteln.

Wir würden niemals ein Geschäftsmodell, eine Zielgruppe, eine Verkaufsstrategie oder sonst eine Entscheidung der neuen oder alten BetreiberInnen in Frage stellen oder gar diffamieren. Es lässt sich weder mit unseren Prämissen als Verein, noch mit unseren privaten Ansichten und Einstellungen in Einklang bringen.

Wir kämpfen mit unserer Arbeit für eine gemeinsame, große Sache. Jedes neue Konzept ist willkommen und wird von uns mit großem Interesse verfolgt.

Wir stellen hiermit unmissverständlich klar:

Nein, wir haben mit den Beschwerden nichts zu tun!

Wenn ihr in unserem Namen eine angebliche Beschwerde erhaltet: Meldet euch bitte sofort unter mediation@linie11.org oder info@linie11.org

Ergänzendes Statement

Wir sind uns bewusst, dass es gerade in Frankfurt verschiedene Meinungen zum Thema Wasserhäuschen gibt. Auch sind wir uns bewusst, dass sich durchaus bekannte Größen der Szene aus eigener Überzeugung aktiv gegen unsere Arbeit stellen und das auch gerne kundtun.
Wir stehen zu den Entscheidungen der Vergangenheit und machen weiter wie bisher. Wir supporten die Frankfurter Wasserhäuschen komplett unabhängig. Wir sind weder an die Politik oder an ein Unternehmen gebunden. Punkt.

In unserem kleinen Verein weiß die eine Hand, was die andere tut.

BLITZBLANK am Wasserhäuschen

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Müll sammeln, Elfstoff kassieren

Das verrückte Jahr nähert sich dem Ende. Bevor es jedoch nach diesen unwirklichen Monaten auf den Jahreswechsel zugeht und aller Voraussicht nach im kleinen Kreis gefeiert wird, haben wir noch eine kleine Aktion geplant!

Bei allen Lockdown-Sorgen hoffen wir, dass ihr in den vergangenen Monaten eure Wasserhäuschen des Vertrauens reichlich frequentiert habt. Mit dem kühleren Herbst verliert auch die Flora bereits reichlich Laub. Sichtbar wird, was das Jahr über unter grünem Blattwerk verdeckt blieb: Leider reichlich Kippenstummel, Plastikverpackungen, Trinkpäckchen.

Deshalb rufen wir am 07. November 2020 zur Aktion „BLITZBLANK am Wasserhäuschen“ auf: Müll sammeln, Elfstoff kassieren. Hier die Details:

Was ist geplant?

Müll sammeln! Je mehr, desto besser. Schnappt euch einfach einen Müllsack, ein paar Arbeitshandschuhe und los geht’s: Sammelt jeglichen Müll auf, den ihr um euer Wasserhäuschen des Vertrauens findet. Postet ein Bild von eurer Aktion auf Twitter oder Instagram mit dem Hashtag #BLITZBLANKFFM oder auf unserer Facebook-Seite.

Wann soll das Ganze stattfinden?

Am 07. November 2020 im Laufe des gesamten Tages.

Wo soll ich sammeln?

Der Aufruf lautet zwar „am Wasserhäuschen“ eures Vertrauens, ihr könnt aber natürlich auch an jedem anderen Ort sammeln. Die Aktion rund um euer Büdchen des Vertrauens hat allerdings den besonderen Charme, dass ihr euch ziemlich direkt selbst für euer Schaffen belohnen könnt (Feierabendbier irgendwer?).

Was habe ich davon?

Zunächst einmal ein saubereres Frankfurt und das gute Gefühl, etwas gutes getan zu haben.

Außerdem kontaktieren wir euch über einen der oben genannten Kanäle, auf dem ihr euer Foto gepostet habt um abzuklären, wie ihr ein kleines, aber ziemlich stylisches Elfstoff-Dankeschön bekommt.

Darüber hinaus verlosen wir unter allen TeilnehmerInnen oder teilnehmenden Gruppen ein extra, Special-Edition Elfstoff-Paket (das ziemlich nice ist).

Bekomme ich Werkzeug und Ausrüstung gestellt?

Das können wir leider nicht, sorry.

Gibt es sonst noch etwas zu beachten?

Ja!

  • Müll sammeln ist so eine Sache: Bitte, passt auf, in was ihr reingreift. Hebt nur das auf, bei dem ihr sicher seid, dass ihr euch nicht verletzt, oder benutzt spezielles Werkzeug. Dicke Handschuhe helfen, aber auch das Aufheben mit entsprechender Ausrüstung hat, verständlicherweise, seine Grenzen.
  • Entsorgt den gesammelten Müll bitte entsprechende korrekt, und stellt ihn nicht irgendwo hin. Die eigene Restmülltonne hat recht gute Voraussetzungen den Müll aufzunehmen.
  • Abstand halten, Hände waschen, Maske auf – zumindest dort, wo es angebracht ist
  • Wenn ihr mitmachen wollt, und das auch gerne an einem der zahlreichen Wasserhäuschen in Frankfurt machen möchtet, aber nicht genau wisst, wo – dann schaut mal hier: www.büdchenkarte.de

Achja: Wir sammeln natürlich mit 🙂

Mühlberglädchen

Siegesfeier am Mühlberglädchen

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Das Schild ist bereits montiert. Die Plakette am Mühlberglädchen in Sachsenhausen weist darauf hin: Hier steht das Wasserhäuschen des Jahres 2017. Der Leserpreis der Frankfurter Rundschau ging letztes Jahr an Zoltans kleinen Laden in Sachsenhausen. Grund genug also, am morgigen Freitag, den 04.05.2018 ab 15:00 Uhr die Kronkorken ploppen zu lassen.

Die Veranstaltung wird von Binding unterstützt, es wird frisches Zapfbier und Bratwurst geben, das hessische Gesangsduo Frankfurter Zweierlei wird im Laufe des Nachmittags auftreten und es gibt eine Bastelecke für Kinder.

Kommt vorbei!

Location: https://linie11.org/wasserhaeuschen-karte-desktop/?l11_bId=924

Der Flyer der Ausstellung zum Thema Wasserhäuschen

Ausstellung: TAKE AWAY & TO GO – Trinkhalle, Büdchen und Co.

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Liebe Wasserhäuschen-Supporter! Diesmal haben wir mal wieder ein besonderes Schmankerl für euch: Das Thema Wasserhäuschen, Trinkhallen & Co. findet nach längerer Leerlaufzeit einmal mehr den Weg in die künstlerische Darstellung. Die Künstlerin Anke Rohde hat die letzten vier Jahre an ihrer neuen Ausstellung „TAKE AWAY & TO GO – Trinkhalle, Büdchen und Co.“ gearbeitet. Sie befasst sich dabei intensiv mit den unterschiedlichsten Darstellungsarten dieser einzigartigen Kultur.

Zusammen mit dem Hanauer Kulturverein e.V. findet in den zugehörigen Räumlichkeiten am 12. Mai 2018, 18:00 Uhr die Vernissage, mit einer Einführung durch die MKK-Kulturpreisträgerin 2015, Katharina Reschke, M.F.A., statt. Geöffnet wird die Ausstellung jeweils Samstags und Sonntags vom 13. bis 27. Mai zwischen 14:00 und 17:00 Uhr sein, bis am 27. Mai 2018 um 16:00 Uhr dort die Finissage inklusive Künstlergespräch stattfindet.

Weitere Informationen können dem Flyer entnommen werden.

Wir legen euch diese Ausstellung, in die so viel Arbeit geflossen ist, deutlichst ans Herz und werden selbst auch bei der Vernissage vor Ort sein, um Wasserhäuschen einmal mit anderen Augen zu sehen, und freuen uns jetzt schon, auch dort wieder einige bekannte Gesichter zu sehen. Wir sind wirklich äußerst gespannt!

Hier:
Remisengalerie – Philippsruher Allee 47 – 63454 Hanau
Galerie-Öffnungszeiten während der Ausstellungen: samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr

Flyer:
Einladungsflyer Ausstellung (pdf)

Kein Plan wie ihr hin kommt? Dann schaut mal hier:


Aufruf zur Aktualisierung des Wikipedia-Artikels

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Was ist eigentlich ein Wasserhäuschen? Was macht eine Trinkhalle aus? Klar ihr und wir, als echte Büdchen-Fans wissen das genau. Für Interessierte jedoch, die nicht zu tief im Thema drin sind, ist die Informationslage im Internet eher dünn. Zwar gibt es auf verschiedenen, kleinen Seiten und in unterschiedlichen Artikeln vereinzelt Informationen, aber der zentrale Artikel auf Wikipedia ist doch eher kurz.

Einige Informationen könnten wir in der Vergangenheit immer wieder hinzufügen und aktualisieren. Wir möchten an dieser Stelle aber einfach einmal explizit dazu aufrufen, gerne an dem unterrepräsentierten Thema mitzuwirken.

Es ist außerdem beabsichtigt dieses Jahr im Rshmen eines Community-Treffen ein bisschen mit euch kreativ und aktiv zu werden und zu überlegen, wie wir die Informstionslage im Internet gemeinsam verbessern können.

Eure Meinung – Schreibt‘s in die Kommentare!

Weitere Links:

Das war das Wasserhäuschen-Jahr 2017

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Soso. 2017 ist also schon fast wieder rum. Irgendwie kommt es uns so vor, als sei dieses Jahr wesentlich schneller zu Ende gegangen, als die Jahre davor. Was hat sich in der Wasserhäuschenwelt getan?

Der erste Frankfurter Wasserhäuschentag

Wir geben zu: Mit dem Gedanken, einen Tag ganz den Frankfurter Wasserhäuschen zu widmen, haben wir nicht erst seit Beginn 2017 gespielt. Trotzdem sind wir mit den konkreten Planungen dazu erst recht spät ins Rennen gegangen. Dennoch: Zum ersten mal wurde 2017 ein Tag komplett diesem einzigartigen Frankfurter Kulturgut gewidmet, und die Häuschen gebührend gefeiert. 11 Locations, an denen die unterschiedlichsten Programmpunkte gab, machten den ersten Frankfurter Wasserhäuschentag zu einem Event jeglicher Couleur. Das Orga-Team hat sich nun einige Zeit zurückgezogen. In erster Linie, um all die ausstehenden organisatorischen Tätigkeiten koordiniert zu Ende zu bringen. Aber natürlich gingen viele Gedanken auch bereits in Richtung 2018. Wir sind uns einig: Der Tag hat eine Fortsetzung verdient, und aus diesem Grund wird aus aller Voraussicht nach auch 2018 einen Wasserhäuschentag geben. Mehr Infos dazu gibt es im Januar 2018. Wir freuen uns schon mega!

Eine merkwürdige Brandserie

Leider hat es im Verlauf des Jahres einige Betreiber in Frankfurt sehr hart getroffen: Aus bisher unerfindlichen Gründen haben in 2017 nicht weniger als drei klassische Wasserhäuschen über Nacht spontan Feuer gefangen und sind, in den meisten Fällen, vollständig zerstört worden. Der Goetheturm und diverse weitere Frankfurter Holzbauten lassen grüßen.
Wir drücken den betroffenen die Daumen, dass sie genug Energie und Standhaftigkeit aufbringen werden, ihr Geschäft wieder in vollem Umfang aufzubauen, und mit ihrem Tun einen entscheidenden Beitrag zum Frankfurter Stadtleben und zur Frankfurter Stadtkultur beizutragen!

Wer raubt die Kioske aus?

Auch erschreckend zu sehen: Die Einbrüche und Überfälle auf Wasserhäuschen, Trinkhallen und Co. scheinen sich in 2017 gehäuft zu haben. Immer wieder lasen wir von Überfällen mit wirklich lächerlichem Ertrag, der oftmals auch mit Waffengewalt durchgesetzt wurde. Ein Trend, den wir gerne im kommenden Jahr rückläufig sehen würden.

Strukturelle Änderungen

2017 haben wir uns intensiv mit diversen inner-Linie11-erischen Strukturen und viel Organisatorischem beschäftigt. Vieles Davon ist geklärt, einiges gilt es jetzt in die operative Phase zu bringen. Das bedeutet konkret, dass wir in 2018 über einen ganz zentralen Punkt entscheiden werden: Die Anerkennung als gemeinnütziger Verein. Dazu dann aber noch ein paar mehr Infos, wenn es so weit ist – versprochen!

Was war sonst noch so?

Vieles. Vor allem aber viele kleine Aktionen. Auch außerhalb des großen Frankfurter Wasserhäuschentages gab es an den unterschiedlichsten Wasserhäuschen viele bunte Aktionen: Tischtennis, Kinderschminken, Glühweinabend, Lesungen, Pop-Up-Konzerte waren nur einige Aktionen, die in 2017 gezeigt haben, wie sich der Wasserhäuschen-Puls anfühlt. Zoltan hat mit seinem Mühlberglädchen vollkommen verdient den Titel „Wasserhäuschen des Jahres“ erhalten und zumindest zwei Wasserhäuschen werden wieder zum neuen Leben erweckt (nicht zwangsläufig mit dem gleichen Konzept, aber wenigstens bleibt die Bausubstanz erhalten).

Jetzt reicht’s aber, oder?

Fast! Zum Ende des Jahres hätten wir kein gutes Gewissen, wenn wir nicht noch ein paar mal danke sagen:
 
Danke an euch Wasserhäuschenbetreiber, für euer tägliches Dasein für eure Kunden, auch über die Feiertage!
Danke an euch Stammis, die ihr die Wasserhäuschen zu den bunten Flecken Frankfurts macht, die die Vielfalt in gebündelter Form wiederspiegeln!
Danke an euch Supporter, die ihr mit euren Aktionen immer wieder frischen Wind an die Buden bringt!
Danke an euch Sponsoren, die ihr mit eurem Beitrag so etwas wie den Wasserhäuschentag erst möglich gemacht habt!
Danke an euch alle, an die Community, die ihr uns mit euren Kommentaren, Beiträgen, Fotos, Einträgen auf der Karte, dem Tragen eines Elfstoff-Shirts, oder einfach einem freundlichen „Gude“ am Wasserhäuschen selbst jeden Tag aufs neue in unserem Tun bestätigt. Das macht Mut, weiterzumachen und zeigt, dass nicht nur unser Herz an dieser Frankfurter Stadtkultur hängt!
 
Danke!
 
Wir wünschen euch allen einen guten Rutsch ins Jahr 2018! Passt auf euch auf und achtet auf geschlossene Fenster.
 
Bis nächstes Jahr!
 
Eure Linie 11
 
Wir ♥ Wasserhäuschen!