Pressemitteilung bezüglich der Vertragskündigung vieler Wasserhäuschen-BetreiberInnen

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In den Vergangenen Tagen nahm das Thema der Vertragskündigung bei einer Vielzahl von BetreiberInnen mehr Fahrt auf. Die Berichterstattung dazu läuft auf Hochtouren. Um Anfragen an uns zu bündeln findet ihr im Folgenden unser Statement und unsere Einschätzung zu dem Thema, sowie unsere klaren Forderungen hinsichtlich der neuen Verträge.

In der Tat wurde, nach langem Hin und Her, vielen BetreiberInnen in Frankfurt die aktuellen Verträge, bei denen die Radeberger Gruppe als Zwischenpächter zwischen Stadt und BetreiberInnen agierte, gekündigt. Als Frankfurter Verein zum Erhalt der Trinkhallenkultur waren wir an diversen Diskussionsrunden disbezüglich in der Vergangenheit beteiligt. Als das Thema bereits vor zwei Jahren aufkam, hatten wir im Dialog mit unterschiedlichen BetreiberInnen Vor- und Nachteile beleuchtet und Bedenken gegenüber neu aufgesetzten Pachtverhältnissen, z.B. direkt mit der Stadt Frankfurt, gesammelt und an die Verantwortlichen herangetragen. An den tatsächlichen Entscheidungsrunden zwischen der Stadt Frankfurt und der Radeberger Gruppe waren wir nicht beteiligt. Vielmehr haben wir, zu unterschiedlichen Zeitpunkten, Impulse im Sinne der BetreiberInnen gesetzt.

Dass das gesamte Pachtverhältnis – Stadt, Radeberger, Betreiber – als schwierig anzusehen ist, war bereits in der Vergangenheit kein Geheimnis. Ursprung der gesamten Diskussion war, wie bekannt sein sollte, seiner Zeit die Neubewertung der Liegenschaften seitens der Stadt Frankfurt, die, aufgrund der Bestehenszeit der laufenden Verträge, teilweise zu einer heftigen Steigerung der Pacht führte. Diese Steigerung wurde direkt und ohne Abzüge an die Betreiber weitergegeben. Zur Frage, ob die Radeberger Gruppe auf die eigentliche Steigerung weitere Kosten aufgeschlagen hat, können wir uns leider aufgrund fehlender Informationen nicht äußern.

So weit, so gut – oder auch nicht. Wir stehen weiterhin zu unserer Aussage von damals, die wir auch in den entsprechenden Gesprächen kundgetan haben: Selbstverständlich ist die direkte Weitergabe der Kostensteigerung durch die Radeberger Gruppe, rein rechtlich gesehen, einwandfrei. Hier wird aber ganz klar an dem eigentlichen Ziel, das auch die Radeberger Gruppe verfolgen sollte, vorbeigeschossen. Denn: Für die Radeberger Gruppe sind die Frankfurter Wasserhäuschen günstige „Points of Sales“. Orte also, die wenige Kosten verursachen, aber das zentrale Produktionsgut des Unternehmens unter das Volk bringen. Davon, aber auch von der Tatsache, dass es effektive Werbeträger für die Brauerei sind, profitiert das Unternehmen unserer Ansicht nach immens. Darüber hinaus nutzt die Binding Brauerei bereits seit einigen Jahren das Thema Wasserhäuschen wieder verstärkt zu Werbezwecken. Bisher profitierten davon beide Seiten.

Die Kostensteigerungen sind für so ziemlich alle BetreiberInnen nicht zu tragen und führen mit ziemlicher Sicherheit sehr bald zu diversen Geschäftsaufgaben. Es hätte also eigentlich im Sinne der Radeberger Gruppe sein sollen, die Kostensteigerung deutlich abzufedern und somit den Betreibern weiterhin eine Grundlage für ihr Wasserhäuschen bereitzustellen.

Das ist aber nur eine Sicht auf die Dinge. So unglücklich sich die Radeberger Gruppe hinsichtlich der Weitergabe der Pachterhöhung angestellt hat, so hat sich die Stadt in ihrem ursprünglichen Tun, nämlich die Liegenschaften neu zu bewerten, mindestens genau so misslich angestellt. Die Fragen, was die Stadt damit eigentlich erreichen wollte, und ob das durch Stadtdezernent Jan Schneider geführte Dezernat hier überhaupt annähernd weit genug gedacht hat, welche Folgen das für die BetreiberInnen haben könnte, muss berechtigt sein. 2017 haben wir mit Unterstützung der Stadt Frankfurt den Wasserhäuschentag durchgeführt. Dabei wurde von allen offiziellen Stellen stets die Wichtigkeit dieser sozialen Treffpunkte betont. Es stand und steht weiterhin sogar zur Debatte, die Wasserhäuschen als Frankfurter Kulturgut unter einen besonderen Schutz zu stellen. Der Plan, Preissteigerungen von teilweise an die 100% durchzudrücken, widerspricht in jeglicher Hinsicht den Bekenntnissen aus dem Jahr 2017.

Wir als Verein Linie 11 zeigen deshalb mit beiden Zeigefingern auf beide beteiligten Parteien: Die Radeberger Gruppe hätte entweder die Steigerung deutlich abfedern müssen – auch im eigenen Interesse – oder die Stadt Frankfurt hätte sich im Vorfeld mehr Gedanken zu den Auswirkungen machen sollen. Dann wäre wohl schnell herausgekommen, dass die Neubewertung vielleicht nicht die klügste Entscheidung zur Schaffung einer jungen, Lebenswerten Stadt ist.

Nun sind wir an einem Punkt, an dem die Reißleine gezogen und in letzter Konsequenz der Zwischenpächter aus der Konstellation „entfernt“ wurde, sodass sogar ein Abfedern der Steigerung gar nicht mehr möglich ist. Im Gespräch mit der Stadt Frankfurt wurde uns versichert, dass alle Betreiber einen neuen Vertrag bekommen. Die Frage ist nur: Zu welchen Konditionen? Die bisherige Konstellation mit der Radeberger Gruppe als Zwischenpächter hatte nämlich nicht nur Vorteile. Z.B. sind BetreiberInnen in diesem Verhältnis an die Produkte der Radeberger Gruppe gebunden. Das bedeutet, dass sie das Sortiment, das sie vielleicht gerne anbieten würden, gar nicht verkaufen dürfen. Darüber hinaus existieren auch Mindestabnahmemengen. BetreiberInnen gehen einen Vertrag ein, der festschreibt, welche Mindestmenge an Getränken, in der Regel Bier, in einem bestimmten Zeitraum verkauft werden muss. Durch ein direktes Verhältnis mit der Stadt Frankfurt würden beispielsweise solche Bindungen entfallen.

Die Frage ist also nun: Bleibt unterm Strich eventuell alles gleich, oder wird es besser oder schlechter? Eine Antwort darauf ist momentan schwer zu geben, denn dafür stehen noch zu viele Unbekannte im Raum.

Wir fordern deshalb die Verantwortlichen bei der Stadt Frankfurt nochmals eindringlich dazu auf, folgendes zu gewährleisten:

  • Keine Steigerung der monatlichen Pacht – oder – entsprechende Entlastung an anderer Stelle, z.B. durch Kostenübernahme der Toilettenpflege. Unterm Strich dürfen die BetreiberInnen mit dem neuen Vertrag nicht weniger in der Tasche haben
  • Durchführen einer Einzelfallbetrachtung und Begutachtung vor Ort. Mit dem Eimer eine Erhöhung auf Basis eines Stadtplans pauschal über alle Betreiber zu kippen ist nicht tragbar
  • Direkter Dialog mit jeder einzelnen BetreiberIn um die Folgen einer Vertragsänderung konkret und im Detail zu analysieren

Es darf nicht vergessen werden, dass, gerade innerhalb der letzten Monate einer weltweiten Pandemie, gezeigt wurde, wie wichtig Wasserhäuschen für die allgemeine Versorgung und das Wohlbefinden sind.

Abschließend richten wir nochmals einen deutlichen Apell an die Verantwortlichen und EntscheiderInnen: Ihr möchtet, dass Frankfurt jung, bunt und lebenswert ist? Dann entzieht durch solche kurzsichtigen Entscheidungen nicht denen die Existenzgrundlage, die dafür jeden Tag mit Herzblut, Liebe und einem schier endlosen Maß an Energie dafür arbeiten.

Liebe Grüße

Euere Linie 11

Der pandemiegerechte Wasserhäuschentag – Klarstellungen

Veröffentlicht Veröffentlicht in Allgemein, Tag der Wasserhäuschen

Liebe BüdchenfreundInnen!

Vielen Rückfragen zufolge gibt es den großen Bedarf, einige Punkte bereits jetzt etwas genauer zu definieren. Deshalb haben wir im Folgenden nochmals die wichtigsten Punkte zusammengestellt:

  • Selbstverständlich wird der Wasserhäuschentag pandemiegerecht geplant. Wir wissen zum aktuellen Zeitpunkt nicht, ob überhaupt etwas stattfinden wird. Wenn wir allerdings nicht anfangen zumindest etwas kleines zu planen, dann wird es definitiv nichts.
    Der Wasserhäuschentag 2021 wird keineswegs vergleichbar sein mit dem, was in 2017 stattfand!

  • Um Missverständnisse zu vermeiden stellen wir hier deutlich klar: Der Wasserhäuschentag 2021 findet ausschließlich unter unserer Planung (Linie 11 – Wir lieben Wasserhäuschen e.V.) statt.

    Damit distanzieren wir uns ganz bewusst und deutlich von anderen Initiativen und Einzelpersonen (auf eigenen Wunsch, Zitat “Nicht mit mir/uns!”). ¯\_(ツ)_/¯

    Deutlicher gesagt: Nein, allesgude.de und Hubert Gloss zählen nicht zum Organisationsteam (auch auf eigenen Wunsch).

    Bei Fragen: Sprecht uns direkt an. Nur so ist gewährleistet, dass ihr gesicherte Informationen aus erster Hand bekommt.

  • Zum Inhalt der Aktionen ist folgendes zu sagen: Wir sagen an dieser Stelle nochmal klar und deutlich: Keiner weiß, wie die Corona-Lage im August aussieht. Keinesfalls wollen wir Leute dazu ermutigen sich geltenden Regeln zu widersetzen. Interessant eigentlich, dass wir Bedarf sehen, dass nochmal zu verdeutlichen.

    Bewusst sprechen wir hier nicht von Veranstaltungen, sondern von Aktionen! Macht nur das, was ihr zu diesem Zeitpunkt selbst verantworten möchtet und was erlaubt ist. Natürlich muss man diverse Freiräume nicht ausschöpfen – im Sinne aller. Aber Leute: Wir sprechen hier vom kleinstmöglichen Wasserhäuschentag.

    Wir geben den BetreiberInnen der Wasserhäuschen während dieser schwierigen Zeit die Möglichkeit, sich coronagerecht zu präsentieren und aus der Drecks-Corona-Zeit etwas positives zu Ziehen. Ob digital, oder im Rahmen der Corona-Möglichkeiten vor Ort im August.

    Wer weiß schon, was kommt?

Hoffentlich stellt das ein paar Dinge nochmal klarer als zuvor.

Cheers
Freddy i.N. der Linie 11

Aktueller Stand der Planung

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Liebe Büdchenfans!

Wir hoffen, dass ihr alle gut ins neue Jahr gekommen seid!

Heute geben wir euch einige Informationen darüber, wie die Planung des Wasserhäuschentages 2021 unter den Corona-Bedingungen vorangeschritten sind:

Wie bereits erwähnt, wird unser Verein dieses Jahr 11 Jahre. Nach 11 Jahren „Linie 11“ besteht definitiv Grund zum Feiern!

Es wäre absolut unvernünftig, wenn wir komplett blind planen würden, als würden es die Corona-Bedingungen zulassen, deshalb planen wir mit einem sehr abgespeckten Konzept – alles vorbehaltlich den zu diesem Zeitpunkt geltenden Regeln.

Im Folgenden geben wir euch einen Überblick über das, was geplant ist, und was wir in den nächsten Wochen als vorbereitende Arbeiten erledigen werden.

Das ist geplant:

Grundsätzlich muss man sagen, dass der Wasserhäuschentag 2021 komplett anders organisiert wird, als 2017. Das liegt einerseits, natürlich, an den noch nicht abzusehenden Corona-Einschränkungen, andererseits aber auch aus Lehren der letzten Organisation sowie einem anders zusammengesetzten Organisations-Team. Deshalb werden wir nicht, wie letztes Mal, sämtliche Aktionen an den einzelnen Locations bis zu einem gewissen Grad mit organisieren und betreuen, sondern vielmehr dazu aufrufen, das ganze in größerer Eigenverantwortung in die Hand zu nehmen. Natürlich werden wir auch dieses Jahr wieder mit Merchandise und Wurf-Waren unterstützen, sofern eine Aktion im Rahmen des Wasserhäuschentages stattfindet. Aber eben nicht zwangsläufig vor Ort sein, organisieren, aufbauen etc. Gerne würden wir aber im Vorfeld wieder eine Art Programmheft herausbringen. Dort sind wir natürlich auf entsprechende Zuarbeit angewiesen. Dazu unten mehr.

Der Plan ist also, an verschiedenen Wasserhäuschen, Trinkhallen und Kiosken in Frankfurt an diesem Tag kleinere Aktionen stattfinden zu lassen, für die wir auf allen unseren Kanälen, sowie im Programmheft werben werden. Ziel ist es, einen dezentralen Aktionstag stattfinden zu lassen, an welchem BetreiberInnen, NachbarInnen und Interessierte in Eigeninitiative kleine Aktionen organisieren, um das nachbarschaftliche Miteinander sowie gegenseitige Akzeptanz zu fördern – und einfach einen schönen Tag draußen zu haben.

Wir selbst werden an einem noch festzulegenden Wasserhäuschen eine eigene Aktion starten. Wie genau diese aussehen wird, und wo sie stattfindet, steht noch nicht fest.

Das Datum:

Wir hielten den August 2017 für einen guten Zeitpunkt. Deshalb möchten wir das ganze dieses Jahr auch wieder im August stattfinden lassen.

Der Wasserhäuschentag 2021 wird am 28.08.2020 stattfinden

Was wir bereitstellen:

  • Wir erstellen das Programmheft und Flyer, damit auf eure geplanten Aktionen aufmerksam gemacht wird
  • Wir machen all eure geplanten Aktionen selbstverständlich im Vorfeld auf unseren Kanälen publik
  • Wir stellen euch die nötigen Formulare mit Erklärungen bereit, die ihr ggf. benötigt um beim Ordnungsamt Aktionen anzumelden.
  • Wir stellen euch entsprechende Informationen zur eventuellen GEMA-Anmeldung bereit
  • Wir stellen euch im Vorfeld entsprechendes Merchandise (T-Shirt(s), Wurfwaren etc.) kostenlos bereit
  • Wir stellen euch auf unserer Webseite die Antworten auf viele wichtige Fragen rund um die Organisation, Anmeldungen etc. bereit

Was wir von euch benötigen:

Ihr habt Interesse und möchtet etwas starten? Dann:

  • Meldet euch bitte frühzeitig bei uns, damit wir einen Überblick über geplante Aktionen bekommen und planen können. Deadline für die Meldung eurer Aktion und die daraus folgende Berücksichtigung für die Merchandise-Vergabe und die Aufführung im Programmheft ist der 24.07.2021
  • Für das Programmheft benötigen wir von euch rechtzeitig (bis zum 24.07.2021) Informationen darüber, was ihr veranstalten wollt, damit die Infos ins Programmheft kommen. Dazu benötigen wir
    • den Name der „Location“ sowie eine Adresse
    • einen kurzen Text darüber, was stattfinden soll
    • Informationen darüber, in welchem Zeitfenster etwas stattfindet (von-bis, ganztätig o.ä.)
    • ein repräsentatives Bild der „Location“ oder euer Logo

Was wir nicht leisten können:

  • Wir können leider keinerlei Vergütung anbieten – außer Ruhm und Ehre 🙂
  • Wir können euch dieses Jahr, sollten Ordnungsamt-Anmeldungen erforderlich sein, diese wahrscheinlich nicht erstatten. Wir werden aber versuchen, mit der Stadt wieder einen Deal auszuhandeln
  • Wir können euch nur mit Fragen und Antworten, die wir auf unseren Kanälen bereitstellen, mit Infos über die eventuell erforderlichen Anmeldungen beim Ordnungsamt und bei der GEMA unterstützen. Leider können wir euch nicht die entsprechenden Formulare ausfüllen

Was es noch zu sagen gibt (ganz wichtig):

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Reaktionen auf solche Aufrufe durchaus sehr verhalten sein können. Natürlich können wir niemanden dazu drängen, eine Aktion zu starten. Wir haben aus dem letzten Wasserhäuschentag und diversen kleineren Aktionen gelernt und müssen ganz klar sagen:

Wenn niemand von sich aus eine Aktion starten möchte und entsprechende Ideen hat, dann findet eben auch keine Aktion statt. Oftmals haben uns Nachrichten von euch mit super lieben Angeboten zur Unterstützung bei der Organisation des Wasserhäuschentages erreicht. Da wir aber eben auch nur auf die Zuarbeit von euch angewiesen sind, können wir leider oftmals schlichtweg keine Aufgaben verteilen. Deshalb wäre es immer gut, wenn ihr mit konkreten Ideen und, noch besser, mit einer Idee für ein Büdchen an uns herantretet.

Der Wasserhäuschentag kann nur ein Erfolg werden, wenn ehr so ehrlich aus der Basis heraus entsteht, wie das Büdchenleben selbst.

Ehrlich und bodenständig, freundlich und offen. So, wie die Frankfurter Wasserhäuschenkultur.

Wir freuen uns auf euren Input.

Cheers
Eure Linie 11

Informationen zum Wasserhäuschentag 2021

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Liebe Büdchenfans!

Wir hoffen, dass ihr alle gut ins neue Jahr gekommen seid!

Heute geben wir euch einige Informationen darüber, wie die Planung des Wasserhäuschentages 2021 unter den Corona-Bedingungen vorangeschritten sind:

Wie bereits erwähnt, wird unser Verein dieses Jahr 11 Jahre. Nach 11 Jahren „Linie 11“ besteht definitiv Grund zum Feiern!

Es wäre absolut unvernünftig, wenn wir komplett blind planen würden, als würden es die Corona-Bedingungen zulassen, deshalb planen wir mit einem sehr abgespeckten Konzept – alles vorbehaltlich den zu diesem Zeitpunkt geltenden Regeln.

Im Folgenden geben wir euch einen Überblick über das, was geplant ist, und was wir in den nächsten Wochen als vorbereitende Arbeiten erledigen werden.

Das ist geplant:

Grundsätzlich muss man sagen, dass der Wasserhäuschentag 2021 komplett anders organisiert wird, als 2017. Das liegt einerseits, natürlich, an den noch nicht abzusehenden Corona-Einschränkungen, andererseits aber auch aus Lehren der letzten Organisation sowie einem anders zusammengesetzten Organisations-Team. Deshalb werden wir nicht, wie letztes Mal, sämtliche Aktionen an den einzelnen Locations bis zu einem gewissen Grad mit organisieren und betreuen, sondern vielmehr dazu aufrufen, das ganze in größerer Eigenverantwortung in die Hand zu nehmen. Natürlich werden wir auch dieses Jahr wieder mit Merchandise und Wurf-Waren unterstützen, sofern eine Aktion im Rahmen des Wasserhäuschentages stattfindet. Aber eben nicht zwangsläufig vor Ort sein, organisieren, aufbauen etc. Gerne würden wir aber im Vorfeld wieder eine Art Programmheft herausbringen. Dort sind wir natürlich auf entsprechende Zuarbeit angewiesen. Dazu unten mehr.

Der Plan ist also, an verschiedenen Wasserhäuschen, Trinkhallen und Kiosken in Frankfurt an diesem Tag kleinere Aktionen stattfinden zu lassen, für die wir auf allen unseren Kanälen, sowie im Programmheft werben werden. Ziel ist es, einen dezentralen Aktionstag stattfinden zu lassen, an welchem BetreiberInnen, NachbarInnen und Interessierte in Eigeninitiative kleine Aktionen organisieren, um das nachbarschaftliche Miteinander sowie gegenseitige Akzeptanz zu fördern – und einfach einen schönen Tag draußen zu haben.

Wir selbst werden an einem noch festzulegenden Wasserhäuschen eine eigene Aktion starten. Wie genau diese aussehen wird, und wo sie stattfindet, steht noch nicht fest.

Das Datum:

Wir hielten den August 2017 für einen guten Zeitpunkt. Deshalb möchten wir das ganze dieses Jahr auch wieder im August stattfinden lassen.

Der Wasserhäuschentag 2021 wird am 28.08.2020 stattfinden

Was wir bereitstellen:

  • Wir erstellen das Programmheft und Flyer, damit auf eure geplanten Aktionen aufmerksam gemacht wird
  • Wir machen all eure geplanten Aktionen selbstverständlich im Vorfeld auf unseren Kanälen publik
  • Wir stellen euch die nötigen Formulare mit Erklärungen bereit, die ihr ggf. benötigt um beim Ordnungsamt Aktionen anzumelden.
  • Wir stellen euch entsprechende Informationen zur eventuellen GEMA-Anmeldung bereit
  • Wir stellen euch im Vorfeld entsprechendes Merchandise (T-Shirt(s), Wurfwaren etc.) kostenlos bereit
  • Wir stellen euch auf unserer Webseite die Antworten auf viele wichtige Fragen rund um die Organisation, Anmeldungen etc. bereit

Was wir von euch benötigen:

Ihr habt Interesse und möchtet etwas starten? Dann:

  • Meldet euch bitte frühzeitig bei uns, damit wir einen Überblick über geplante Aktionen bekommen und planen können. Deadline für die Meldung eurer Aktion und die daraus folgende Berücksichtigung für die Merchandise-Vergabe und die Aufführung im Programmheft ist der 24.07.2021
  • Für das Programmheft benötigen wir von euch rechtzeitig (bis zum 24.07.2021) Informationen darüber, was ihr veranstalten wollt, damit die Infos ins Programmheft kommen. Dazu benötigen wir
    • den Name der „Location“ sowie eine Adresse
    • einen kurzen Text darüber, was stattfinden soll
    • Informationen darüber, in welchem Zeitfenster etwas stattfindet (von-bis, ganztätig o.ä.)
    • ein repräsentatives Bild der „Location“ oder euer Logo

Email an: info@linie11.org

Was wir nicht leisten können:

  • Wir können leider keinerlei Vergütung anbieten – außer Ruhm und Ehre 🙂
  • Wir können euch dieses Jahr, sollten Ordnungsamt-Anmeldungen erforderlich sein, diese wahrscheinlich nicht erstatten. Wir werden aber versuchen, mit der Stadt wieder einen Deal auszuhandeln
  • Wir können euch nur mit Fragen und Antworten, die wir auf unseren Kanälen bereitstellen, mit Infos über die eventuell erforderlichen Anmeldungen beim Ordnungsamt und bei der GEMA unterstützen. Leider können wir euch nicht die entsprechenden Formulare ausfüllen

Was es noch zu sagen gibt (ganz wichtig):

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Reaktionen auf solche Aufrufe durchaus sehr verhalten sein können. Natürlich können wir niemanden dazu drängen, eine Aktion zu starten. Wir haben aus dem letzten Wasserhäuschentag und diversen kleineren Aktionen gelernt und müssen ganz klar sagen:

Wenn niemand von sich aus eine Aktion starten möchte und entsprechende Ideen hat, dann findet eben auch keine Aktion statt. Oftmals haben uns Nachrichten von euch mit super lieben Angeboten zur Unterstützung bei der Organisation des Wasserhäuschentages erreicht. Da wir aber eben auch nur auf die Zuarbeit von euch angewiesen sind, können wir leider oftmals schlichtweg keine Aufgaben verteilen. Deshalb wäre es immer gut, wenn ihr mit konkreten Ideen und, noch besser, mit einer Idee für ein Büdchen an uns herantretet.

Der Wasserhäuschentag kann nur ein Erfolg werden, wenn ehr so ehrlich aus der Basis heraus entsteht, wie das Büdchenleben selbst.

Ehrlich und bodenständig, freundlich und offen. So, wie die Frankfurter Wasserhäuschenkultur.

Wir freuen uns auf euren Input.

Cheers
Eure Linie 11

Offizielles Statement: Falsche Beschwerden in unserem Namen

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… dass wir so etwas überhaupt schreiben müssen. Aber: Here we go:

In letzter Zeit wird seitens offizieller Vertreter bestimmter Unternehmen künstlicher und unnötiger Druck auf BetreiberInnen von Frankfurter Wasserhäuschen, Trinkhallen oder Kiosken aufgebaut. Dieser Druck fußt in erster Linie auf angeblichen Beschwerden in unserem Namen bzw. “direkt von uns”. Besorgte oder enttäuschte BetreiberInnen sind an uns herangetreten und baten um Klarheit. Aus diesem Grund nehmen wir im Folgenden zu den Vorwürfen Stellung und sehen uns gezwungen, erneut auf die Prämissen unseres Handelns hinzuweisen.

Was ist passiert?

Konkret handelt es sich um angebliche Beschwerden unsererseits, die sich laut den Aussagen, die wir eingefangen haben, konkret gegen einzelne Betreiber richten. Angeblich würden wir uns über Umnutzungen, Geschäftsmodelle, Verkaufsstrategien oder Zielgruppen empören und konkrete Schritte in Form von offiziellen Beschwerden, z.B. an die Radeberger Gruppe, einleiten. Dabei werden sowohl konkret der Name Linie 11 als auch einzelne persönliche Vornamen genannt.

Was haben wir dazu zu sagen?

Zunächst einmal: Völliger Blödsinn. Seit 2010 kämpfen wir für den Erhalt der Frankfurter Trinkhallenkultur. Drei der definierten Kernziele dabei sind

  • Erhalt der Bauten
  • Erhalt der Kultur rund um das Thema Wasserhäuschen
  • Förderung von Innovativen Konzepten und Vermittlung

Unter anderem auf diesen drei Zielen fußt unsere gesamte Arbeit. Alles was wir tun bringen wir mit diesen Zielen in Einklang und prüfen fortlaufend, ob wir damit noch auf dem richtigen Weg sind.

Hinsichtlich der beschriebenen Vorwürfe weisen wir konkret auf das dritte der genannten Ziele hin: Wir unterstützen und fördern innovative Konzepte und vermitteln unter anderem auch einer neuen, jungen Generation das Thema “Kulturgut Wasserhäuschen”. Dabei weisen wir stets darauf hin, dass sich auch neue Betreiber der geschichtlichen Bedeutung des Themas bewusst sind. Gleichzeitig muss natürlich gewährleistet werden, dass ein Großteil der Tradition “so bleibt wie er ist”. Stichwort: Gentrifizierung am Wasserhäuschen. Das zahlt im Endeffekt auf alle unsere weiteren definierten Ziele ein und wir halten dieses Vorgehen rückblickend für sehr erfolgreich und sinnvoll. Mit Extremen kommt man auf keiner Seite weiter – sie führen lediglich zu verhärteten Fronten und zu immer weniger Akzeptanz. Auf allen beteiligten Seiten.

Unsere Arbeit tun wir gewissenhaft, neutral und sachlich. Gibt es Konflikte, hören wir uns immer alle beteiligten Seiten an und versuchen zu vermitteln.

Wir würden niemals ein Geschäftsmodell, eine Zielgruppe, eine Verkaufsstrategie oder sonst eine Entscheidung der neuen oder alten BetreiberInnen in Frage stellen oder gar diffamieren. Es lässt sich weder mit unseren Prämissen als Verein, noch mit unseren privaten Ansichten und Einstellungen in Einklang bringen.

Wir kämpfen mit unserer Arbeit für eine gemeinsame, große Sache. Jedes neue Konzept ist willkommen und wird von uns mit großem Interesse verfolgt.

Wir stellen hiermit unmissverständlich klar:

Nein, wir haben mit den Beschwerden nichts zu tun!

Wenn ihr in unserem Namen eine angebliche Beschwerde erhaltet: Meldet euch bitte sofort unter mediation@linie11.org oder info@linie11.org

Ergänzendes Statement

Wir sind uns bewusst, dass es gerade in Frankfurt verschiedene Meinungen zum Thema Wasserhäuschen gibt. Auch sind wir uns bewusst, dass sich durchaus bekannte Größen der Szene aus eigener Überzeugung aktiv gegen unsere Arbeit stellen und das auch gerne kundtun.
Wir stehen zu den Entscheidungen der Vergangenheit und machen weiter wie bisher. Wir supporten die Frankfurter Wasserhäuschen komplett unabhängig. Wir sind weder an die Politik oder an ein Unternehmen gebunden. Punkt.

In unserem kleinen Verein weiß die eine Hand, was die andere tut.

BLITZBLANK am Wasserhäuschen

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Müll sammeln, Elfstoff kassieren

Das verrückte Jahr nähert sich dem Ende. Bevor es jedoch nach diesen unwirklichen Monaten auf den Jahreswechsel zugeht und aller Voraussicht nach im kleinen Kreis gefeiert wird, haben wir noch eine kleine Aktion geplant!

Bei allen Lockdown-Sorgen hoffen wir, dass ihr in den vergangenen Monaten eure Wasserhäuschen des Vertrauens reichlich frequentiert habt. Mit dem kühleren Herbst verliert auch die Flora bereits reichlich Laub. Sichtbar wird, was das Jahr über unter grünem Blattwerk verdeckt blieb: Leider reichlich Kippenstummel, Plastikverpackungen, Trinkpäckchen.

Deshalb rufen wir am 07. November 2020 zur Aktion “BLITZBLANK am Wasserhäuschen” auf: Müll sammeln, Elfstoff kassieren. Hier die Details:

Was ist geplant?

Müll sammeln! Je mehr, desto besser. Schnappt euch einfach einen Müllsack, ein paar Arbeitshandschuhe und los geht’s: Sammelt jeglichen Müll auf, den ihr um euer Wasserhäuschen des Vertrauens findet. Postet ein Bild von eurer Aktion auf Twitter oder Instagram mit dem Hashtag #BLITZBLANKFFM oder auf unserer Facebook-Seite.

Wann soll das Ganze stattfinden?

Am 07. November 2020 im Laufe des gesamten Tages.

Wo soll ich sammeln?

Der Aufruf lautet zwar “am Wasserhäuschen” eures Vertrauens, ihr könnt aber natürlich auch an jedem anderen Ort sammeln. Die Aktion rund um euer Büdchen des Vertrauens hat allerdings den besonderen Charme, dass ihr euch ziemlich direkt selbst für euer Schaffen belohnen könnt (Feierabendbier irgendwer?).

Was habe ich davon?

Zunächst einmal ein saubereres Frankfurt und das gute Gefühl, etwas gutes getan zu haben.

Außerdem kontaktieren wir euch über einen der oben genannten Kanäle, auf dem ihr euer Foto gepostet habt um abzuklären, wie ihr ein kleines, aber ziemlich stylisches Elfstoff-Dankeschön bekommt.

Darüber hinaus verlosen wir unter allen TeilnehmerInnen oder teilnehmenden Gruppen ein extra, Special-Edition Elfstoff-Paket (das ziemlich nice ist).

Bekomme ich Werkzeug und Ausrüstung gestellt?

Das können wir leider nicht, sorry.

Gibt es sonst noch etwas zu beachten?

Ja!

  • Müll sammeln ist so eine Sache: Bitte, passt auf, in was ihr reingreift. Hebt nur das auf, bei dem ihr sicher seid, dass ihr euch nicht verletzt, oder benutzt spezielles Werkzeug. Dicke Handschuhe helfen, aber auch das Aufheben mit entsprechender Ausrüstung hat, verständlicherweise, seine Grenzen.
  • Entsorgt den gesammelten Müll bitte entsprechende korrekt, und stellt ihn nicht irgendwo hin. Die eigene Restmülltonne hat recht gute Voraussetzungen den Müll aufzunehmen.
  • Abstand halten, Hände waschen, Maske auf – zumindest dort, wo es angebracht ist
  • Wenn ihr mitmachen wollt, und das auch gerne an einem der zahlreichen Wasserhäuschen in Frankfurt machen möchtet, aber nicht genau wisst, wo – dann schaut mal hier: www.büdchenkarte.de

Achja: Wir sammeln natürlich mit 🙂

Aushang für euer Wasserhäuschen

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Die Bonpflicht bringt eine unnötige, zusätzliche Umweltbelastung und erhöhten Aufwand mit sich. Nicht jeder hat auf neuere Methoden zum “Bondruck” umgestellt. Wenn ihr eure Gäste und Kunden darauf hinweisen möchtet, dass ihr die Bons nur auf Nachfrage ausdrucken möchtet, könnt ihr gerne einen der folgenden Aushänge nutzen:

Aushang regulär (für all diejenigen, die Kassenbons nicht digital versenden können)

Aushang digital (für all diejenigen, die Kassenbons digital, also z.B. per E-Mail oder SMS versenden können)

Was ist eigentlich los? Oder: Einen guten Rutsch!

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Das Jahr 2019. Ein Jahr mit Höhen und Tiefen. Genau so intensiv, wie unsere Emotionen dieses Jahr von A nach Z schwankten, so schnell ging das Jahr auch vorüber. Vieles hatten wir vor, wenig davon haben wir geschafft, keine der Entscheidungen haben wir bereut. Dennoch: Es kamen im Laufe der zweiten Jahreshälfte etliche Fragen bezüglich unserer Vereinsaktivität auf. Allem voran die Frage: Was ist eigentlich los? Warum hört man von euch nichts mehr? Warum wurde der Wasserhäuschentag abgesagt? Fragen, deren Antwort mehr bedürfte als einer einfachen kurzen E-Mail oder eines kurzen Textes auf Facebook und Co. Da wir uns aber auch am Ende dieses turbulenten Jahres in der Pflicht sehen, euch einige Dinge im Nachgang (hoffentlich) etwas verständlicher zu machen, schreibe ich euch diesen Text in der Hoffnung, Unklarheiten, Gerüchte und Zweifel an unserer Motivation auszuräumen.

Zunächst: Der Wasserhäuschentag

Anfang des Jahres hatten wir mit großen Tönen und viel Motivation verkündet: 2019 wird nach 2017 das zweite große Jahr der Wasserhäuschen in Frankfurt und Umgebung. Wir hatten viele Ideen, jede Menge Motivation, aber nur wenig Arbeitskraft. Auf unsere Aufrufe, wer gerne unterstützen würde, haben wir leider nahezu keinerlei Rückmeldung bekommen. Auf unserer Suche nach Wasserhäuschen, die gerne teilnehmen würden, stießen wir zumeist auf Skepsis und Unwillen, als auf Freude über das Event. Dennoch haben wir einen guten Satz an Wasserhäuschen zusammengebracht, die gerne dabei sein wollten. Leider galt das nicht hinsichtlich der Unterstützung. Händeringend haben wir gesucht, aber nur wenige Leute ausmachen können, denen wir guten Gewissens verantwortungsvolle Aufgaben geben konnten. Das hat im Endeffekt dazu geführt, dass ein immenses Maß an Arbeit erneut an einigen wenigen, in ihrer Anzahl sehr komfortabel an einer Hand abzählbaren Menge an Menschen kleben blieb. 2017 funktionierte das, zehrte aber wahnsinnig an unseren Ressourcen (wenn auch am Ende der Tag dafür absolut entschädigt hat). Das konnten wir dieses Jahr schlichtweg nicht leisten. Aufgrund diverser Differenzen in der Vorstellung zur Ausgestaltung des Tages schrumpfte die Zahl der Verantwortlichen auf nicht mehr als drei. Schließlich erforderte das Privatleben eines dieser Teammitglieder aufgrund schwerer Krankheit die absolute Aufmerksamkeit. Der aufkommende Workload war schlichtweg nicht mehr zu meistern. Wir entschieden uns, den Tag nicht stattfinden zu lassen. Sollte es das gewesen sein? Sicherlich nicht! Wir haben weiterhin vor, das ganze wieder neu aufzurollen. In einer anderen Teamzusammensetzung, auf anderen Füßen, aber mit dem gleichen Ziel: Einen wunderbaren Tag für alle zu veranstalten. Vielleicht funktioniert das ja im kommenden Jahr.

Oha, die Pachterhöhung!

Großes Thema 2019 war die Pachterhöhung für einige Wasserhäuschen in Frankfurt. Zur Erinnerung: Die Stadt Frankfurt kam auf den Trichter, viele der Grundstücke, auf denen Wasserhäuschen stehen, neu zu bewerten. Sicherlich in manchen Fällen nicht ungerechtfertigt, kam es nach dieser Neubewertung zu einer teilweise immensen Steigerung der Pachtkosten. Diese Pachtkosten hat eine gewisse Frankfurter Brauerei als Pächter, nahezu 1:1 an die BetreiberInnen der Wasserhäuschen weitergegeben. Eine Steigerung von teilweise nahezu 100% konnten viele der BetreiberInnen einfach nicht hinnehmen. Im Dialog mit Stadt und Brauerei, sowie mit OB Peter Feldmann versuchten wir, einen Weg zu finden, mit welchem alle Seiten zufrieden sind. Nach diversen Gesprächen und Terminen, u.a. mit Stadtrat Jan Schneider verlief das Thema im Rahmen einer weiteren Klärung zwischen Binding/Radeberger und der Stadt ein wenig im Sand.
Doch wie ist nun der aktuelle Stand: Um ehrlich zu sein: Wir wissen es nicht genau. Man spricht nicht mehr, oder nur noch sehr sporadisch und ungern mit uns. Möglicherweise wurde das Thema den Parteien durch die Öffentlichkeit etwas unangenehm, oder es hat einen ganz einfachen anderen Grund: Es ist gerade kein Wahlkampf mehr. Was wir jedoch leider feststellen mussten: Einige der Betroffenen BetreiberInnen (z.B. Elif an der Holbeinstraße oder Spiro vom Wasserhäuschen auf der Insel) haben ihr Geschäft mittlerweile abgegeben und anderen überlassen. Wir sind weiterhin dran. Im nächsten Jahr spricht man hoffentlich wieder mit uns.

Ihr postet gar nichts mehr? Sind eure Tastaturen kaputt?

Nein. Aber wenn wir nichts zu sagen haben, halten wir die Klappe. Und ja: Natürlich sind wir noch aktiv. Mehr und professioneller sogar, denn je. Wir haben die letzten Monate ein wenig intensiver über unsere ursprünglichen Ziele reflektiert. Unser Hauptziel war stets: Das Thema Wasserhäuschen soweit zum Thema zu machen, dass man wieder drüber spricht; dass die Leute es wieder cool finden und die Scheu davor verlieren. Haben wir das geschafft? Wir würden sagen: Definitiv. Warum also auf Teufel komm raus nach neuen Themen suchen, um Content zu generieren? Das wollen wir nicht. So sind wir nicht, und das ist auch nicht nötig! Infos kommen, wenn sie nötig sind, oder es Neuigkeiten gibt.

Nachvollziehbar?

Hoffen wir jedenfalls. Zu all dem muss man natürlich auch sagen, dass sich die Prioritäten vieler Mitglieder mittlerweile stark verändert haben. Nahezu alle haben eine Familie gegründet. Da bleibt natürlich weniger Zeit für Wasserhäuschen-Themen. Weniger. Nicht gar keine. Aber die Arbeitslast verteilt sich somit natürlich auf immer weniger Schultern. Und so gehen viele Dinge eben einfach etwas langsamer. Ich hoffe, das ist nachvollziehbar.
Dennoch sind wir davon überzeugt, dass wir an einem guten Punkt sind. Wir haben das Thema Wasserhäuschen in den letzten Jahren – alle zusammen – aus der Versenkung geholt und wieder weit nach vorne gebracht. Bis auf einige, größere Events agieren wir aber mittlerweile einfach mehr im Hintergrund und nutzen unsere Netzwerke.
Wir sind weiterhin für euch da für alles, was mit dem Thema Wasserhäuschen zu tun hat. Meldet euch einfach!

Jetzt aber: Vielen Dank und einen guten Rutsch!

Wir wünschen euch und euren Familien einen guten Rutsch ins neue Jahr 2020. Kommt gut rein! Ein guter Vorsatz ist übrigens: Häufiger mal zum Wasserhäuschen!

Im Namen des gesamten Vereins
Frederick

Frankfurter Wasserhäuschentag 2

Wasserhäuschentag 2019: Traurige Tage

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Liebe Wasserhäuschenfreunde!

Leider mussten wir eine traurige Entscheidung treffen: Es ist sehr schade, aber der Wasserhäuschentag 2019 wird leider nicht stattfinden. Zumindest nicht so organisiert oder in dem Maße, wie er 2017 stattgefunden hat und wir uns das dieses Jahr vorgestellt hatten.

Für unsere Entscheidung gibt es vielfältige Gründe. Der wichtigste Grund jedoch ist, dass es innerhalb des Orgateams zu unvorhersehbaren Ereignissen gekommen ist, weswegen wir nicht in der Lage sein werden ein erforderliches Maß an Organisationsaufgaben zu erledigen. Denn wie bei vielen Projekten ist es auch bei diesem so, dass ein riesiger Rattenschwanz an organisatorischen Aufgaben im Hintergrund abgearbeitet werden muss, die allen Beteiligten ein gutes Erlebnis an diesem Tag ermöglichen sollen. Das können wir schlichtweg dieses Jahr nicht stemmen.

Ihr habt schon etwas für den 17. August geplant? Dann lasst euch nicht von unserer Entscheidung beirren: Gerne bewerben wir eure Aktionen ausgiebig und schauen auch selbst vorbei. Meldet euch einfach bei uns! Wer weiß, vielleicht organisieren wir einfach etwas kleineres. Etwas, dessen Rahmen eher überschaubar ist.

Wer auf dem Laufenden bleiben möchte sollte auf jeden Fall auf den bekannten Kanälen lauschen:

Facebook: www.facebook.com/linie11

Twitter: www.twitter.com/linie_11

Bis bald!

Wir 🧡 Wasserhäuschen

Frohe Feiertage und einen guten Start ins Wasserhäuschen-Jahr 2019

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Liebe Wasserhäuschen-Freunde!

Jedes Jahr zum kurz vor Weihnachten setzen wir uns hin und lassen das Jahr revue passieren. Auch dieses Jahr ist wieder eine Menge passiert, viel geplant und organisiert worden. Über alles nochmal erneut zu berichten würde sicherlich nicht lohnen und aktuell geht es noch kurz vor Weihnachten so rund, dass wir nur schnell zwei wichtige Themen ansprechen möchten. Also, los geht’s:

Der aktuelle Stand der Pachterhöhungen für einzelne Wasserhäuschen

Zum aktuellen Zeitpunkt befindet sich die Stadt Frankfurt in Verhandlung mit der Radeberger Gruppe. Zum Hintergrund: Die Stadt war gezwungen, alte Verträge für Liegenschaften neu aufzurollen und die Grundstücke neu zu bewerten. Der Eigentümer, die Stadt, hat diverse Liegenschaften an die Radeberger Gruppe (Binding) verpachtet. Diese wiederum verpachtet die Liegenschaften inkl. Gebäude an die Betreiber. Gleichzeitig sind die Betreiber aber auch dazu gezwungen die Waren bei Vertragspartnern der Binding zu bestellen. Einigen wird somit einleuchten, warum es an vielen Wasserhäuschen bestimmte Getränke schlichtweg nicht gibt. Nach Aussage der Binding wurden die Pachterhöhungen durch die Stadt 1:1 an die Betreiber weitergereicht. Das führte dazu, dass einige Betreiber nun mit Pachterhöhungen von über 100% konfrontiert sind. Eine Erhöhung, die für viele nicht zu stemmen ist.

Es gibt jede Menge Details, die jetzt zu besprechen sind. Es stehen viele Lösungsansätze im Raum, die es aktuell zu bewerten gilt. Für den Moment haben die Betreiber erstmal Ruhe, denn: Bis zur Entscheidung (und das kann noch etwas dauern), liegen die neuen Verträge auf Eis.

Wir sind weiterhin der Meinung: Die Pachterhöhung kann in diesem Maße nicht durchgehen. Denn damit gefährdet man auf einen Schlag die Existenz von gleich mehreren Frankfurter Institutionen. Um das zu verhindern werden wir auch im neuen Jahr mit aller Kraft arbeiten und weiterhin stets als Bindeglied zwischen Stadt, Bindung und Betreibern agieren.

Wasserhäuschentag 2019

Wir freuen uns euch mitteilen zu können, dass wir vor kurzem die Entscheidung getroffen haben, den Wasserhäuschentag 2019 wie geplant stattfinden zu lassen. Das positive Feedback aus 2017 hat uns gezeigt: Nicht nur war es für alle ein toller Tag, sondern es hat auch einen riesigen Fokus auf das Thema Wasserhäuschen gerichtet. Genau das, was wir damit erreichen wollen. Wir befinden uns aktuell in der Grobplanung und bitten deshalb noch um etwas Geduld. Im Laufe des Januars werden wir auf allen Kanälen entsprechende Infos raushauen. Wir haben bereits viele Ideen und können es selbst kaum abwarten!

Wir freuen uns auf das Wasserhäuschen-Jahr 2019 und sind gespannt, wie es hinsichtlich der vielen laufenden Themen weitergeht. Für den Moment sind wir erst einmal raus aus allen Kanälen und melden uns wieder im neuen Jahr. Dann mit Sicherheit mit mehr Details zum Wasserhäuschentag 2019.

Wir wünschen euch und euren Familien und Freunden frohe Feiertage und einen guten Start ins Jahr 2019.

Und an all diejenigen, die arbeiten müssen, während andere feiern (unabhängig davon, ob sie selbst gerne feiern würden oder damit nichts am Hut haben): Danke!

Viele Grüße und alles Liebe

Eure Linie11

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